Die zwölften Klassen in Tallinn



Am Freitag, den 7. September, waren wir, die Ethik- und Philosophiegruppe der zwölften Klassen, in Tallinn, um die estnische Kunst in der Zeit der sowjetischen Besetzung kennenzulernen. Wir besuchten dabei zwei Museen: die Kumo-Kunstaustellung und das Okkupationsmuseum. 

Im ersten Museum erklärte uns eine Museumsführerin die Umstände, unter welchen die vielen farbigen Gemälde gemalt wurden und wie diese als Propagandamittel genutzt wurden. Wir bekamen auch einen Einblick in die in der Sowjetzeit verbotene Kunst, welche vor allem durch Szenen in Grau-Schwarz-Tönen dargestellt war. 

Das Okkupationsmuseum behandelte die Schicksale von Vertriebenen, welche gleichermaßen berührend wie beeindruckend waren. Darüber hinaus zeigte sich die Einzigartigkeit und die Bedeutung der singenden Revolution im Kampf für die Unabhängigkeit von der Sowjetunion. 

Auf dieser Ein-Tages-Tour hatten wir die Möglichkeit, die angespannte Situation Estlands zu der Zeit, als es eine Sowjetrepublik war, nachvollziehen zu können sowie auch über die stille Rebellion der Künstler in dieser deprimierenden, aussichtslosen Periode zu erfahren. 

Liva und Marie