Kursfahrt der 11er nach Fontainebleau



Nach langen Vorbereitungen und viel Spannung war es endlich soweit: die 5 Tage in Fontainebleau und Paris waren einfach toll. Begleitet von Sonne und Wärme tauchten wir in unser Sprachbad. Was wir alles erlebten, erzählen die Teilnehmer hier.

Uma:

„Am Montag, den 15.05. begann unsere Reise, oder eher unser Ausflug, nach Fontainebleau in Frankreich. Am Flughafen konnte waren wir schon aufgeregt, aber noch sehr müde, weil es so früh morgens war. Doch nachdem wir uns 3h lang im Flugzeug ausgeschlafen haben, hatten wir genug Energie getankt. Diese konnten wir jedoch nicht sofort ausleben, da wir noch eine 2 Stunden lange Minibusfahrt vor uns hatten, in der wir schon unsere erste Lektion über Frankreich lernten: In Frankreich gelten wohl keine Verkehrsregeln. Als er an der richtigen Ausfahrt vorbeifuhr und dann einfach auf der Autobahn wieder rückwärts gefahren ist meinte unser Fahrer, der auch Lehrer an der Austauschschule ist, "Das ist verboten, aber wir sind ja in Frankreich". Als wir an der Schule ankamen, waren es 24 Grad und die Sonne schien, also haben wir natürlich alle unsere langen Klamotten gegen Shorts ausgetauscht. Dafür ernteten wir jedoch von den meistens in dicke Winterjacken eingepackten Franzosen sehr komische Blicke. Nachdem wir unsere Austauschschüler getroffen, in der Mensa gegessen und eine Schulführung bekommen hatten, besuchten wir das Château de Fontainebleau. In dem beeindruckenden Palast haben schon über fünf Könige gewohnt und sind andere berühmte Menschen wie Marie-Antoinette und Napoleon gewesen. Nach einer Führung schauten wir uns noch ein wenig die beeindruckend schönen Gärten an, aber dann mussten wir auch schon bald wieder in die Schule, wo wir zu unseren Gastfamilien fuhren.“

 

Sophia:

„Am Dienstag wurden wir von Sylvie, einer Sportlehrerin der besuchten Schule, in den Wald von Fontainebleau begleitet. Unsere Austauschpartner blieben zunächst in der Schule. An einem kleinem Dorf namens Barbizon haben wir unseren Mini-Bus geparkt und sind bald danach schon tüchtig in den Wald reinspaziert. Wir haben viele Stellen gesehen, wo Wildschweine den Boden fürs Futter aufgegraben haben, oder wo man sehen konnte, wie das Meer vor langer Zeit die Steine in verschiedenste Formen geschliffen hat. Sylvie konnte uns vieles über den Wald erzählen und je tiefer wir in den Wald liefen, desto interessanter wurde es. Dazu gab es viele kleine Höhlen, die man besichtigen konnte und die ideal für Camper sind. Die Aussicht war bezaubernd und klettern konnten man sogar auch. Da der Wald so groß ist, konnten wir uns leider nicht alles ansehen, aber das was wir gesehen haben, hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Nach dem Waldabenteuer, haben wir uns in den Park von dem Rathaus von Barbizon gesetzt und eine kleine Mittagspause genossen. Nach der Mittagspause hatten wir noch Zeit uns das kleine Dorf anzuschauen, das viele impressionistische Kunst hatte, mit kleinen Ateliers und sogar einer kleinen Kirche.

Nach dem Waldbesuch sind wir wieder zur Schule gefahren, um ein Paar Austauschschüler und Lehrer abzuholen, die sich bereit erklärt haben uns in der nächsten Stadt, Morêt sur Loing zu begleiten. Wir wurden diesmal von zwei Lehrern der Schule begleitet, Anne Rose und ihren Kollegen, der u. a auch im dortigen Rathaus arbeitet. Er hat uns durch die Stadt geführt und hat uns vieles über die Geschichte erzählen können. Wir durften sogar das Rathaus besuchen und haben herausgefunden, dass die Stadt erstaunlicher Weise sehr oft Schäden von Überflutungen des durch das Dorf fließenden Flusses beseitigen muss. Letztes Jahr gab es sogar die zweitgrößte Überflutung in der Stadt.

Nach dem Besuch wurden wir zur Schule gefahren und sind dann von da aus alle mit den Austauschpartnern zum Haus von André, Moritz Austauschpartners für einen gemeinsamen Abend mit dem Schulbus gefahren.“

 

Moritz:

„Am Mittwoch hatten wir die Möglichkeit nach der Schule unsere Freizeit selbst zu gestalten. Natürlich wollten alle nach Paris. Die Zugfahrt dauerte nur 40 Minuten und vom Bahnhof kamen wir schnell in die Innenstadt. Der Donnerstag war dafür gedacht die Stadt zu erkunden, also nutzen wir die Zeit nur zum Einkaufen. Luca, der Austauschpartner von Sophia war neben mir der einzige Junge, der mitkam. Shopping gehörte nicht unbedingt zu seinen Interessen, aber er wartete immer geduldig auf uns vor den Läden. Alle haben sich schöne Anziehsachen gekauft und am Abend sind wir dann zurück nach Fontainebleau gefahren. Ein Teil der Franzosen hat zwar den Rückzug verpasst, da sie sich am Bahnhof noch unbedingt Starbucks kaufen mussten, aber am Ende des Tages sind alle zu Hause angekommen.“

 

Cecilia:

„Donnerstag 18.5: Paris, Teil 2

Nachdem wir den Arc de Triomphe gesehen haben, sind wir mit der Metro zum Eiffelturm gefahren. Nach einem Rundgang um den Turm haben wir unser Mittagsessen im Park in der Nähe vom Eiffelturm gegessen. Das Wetter war super und es war warm. Danach sind wir zusammen zur Kathedrale Notre-Dame gefahren und da hatten wir Freizeit. In kleinen Gruppen hatten wir den Stadtteil Quartier Latin kennengelernt. Wir hatten Zeit zum Einkaufen und für den Besuch von Notre-Dame. Wir hatten viel Zeit, um das gute Wetter an der Seine zu genießen. Nach unserer Freizeit sind wir gemeinsam zum Bahnhof und zurück nach Fontainebleau gefahren. Den restlichen Tag haben wir uns in den Familien verbracht.“

 

Lisa:

„Am letzten Tag unseres Austausches gingen wir mit unseren Austauschpartnern zusammen in den Unterricht. Wir verabschiedeten und bedankten uns früh morgens bei unseren Gasteltern und fuhren zur Schule. Dort begann der Unterricht um 8:20 Uhr und jeder ging individuell mit seinem Partner in den Unterricht. Die Schule, die 1700 Schüler umfasst, besteht aus verschieden Gebäuden und es fiel uns anfangs schwer uns zu orientieren, doch die französischen Schüler halfen uns dabei. Wir erkannten alle, dass es Unterschiede im Vergleich zur Deutschen Schule in Helsinki auch in der Unterrichtsweise gibt, beispielsweise ist es in Frankreich normal, dass es Klassen mit über 30 Schülern gibt. Nach dem Unterricht aßen wir in der Mensa der Schule. Nach dem Essen gingen einige Schüler zurück in den Unterricht, manche genossen ihre Freistunden, bis wir uns auf zum Flughafen machen mussten und es Zeit war, uns von unseren Austauschpartnern zu verabschieden. Um 14:30 Uhr fuhren wir mit dem Minibus los, mit dem wir auch fünf Tage zuvor angekommen waren. Die Reise zurück nach Helsinki verlief zum Glück ohne Zwischenfälle. Alle waren sehr erschöpft und froh wieder nach Hause zu kommen, jedoch waren alle dankbar und glücklich darüber, dass wir diesen Austausch gewagt haben und so viele neue Erfahrungen machen durften.“