12AB: Russlandreise der Russischgruppe



Die DSH hat schon über 20 Jahre enge Beziehungen zur 111. Schule in Sankt Petersburg. Die Russlandreise ist immer ein Ereignis sowohl für die Schüler als auch für den Lehrer gewesen. In unserer Partnerschule wird Deutsch als erste Fremdsprache ab der 1. Klasse unterrichtet, unsere Schüler dagegen lernen Russisch als dritte Fremdsprache. Der Austausch ist immer mit einer Projetkarbeit verbunden: die Schüler haben Vorträge über die Geschichte, Politik und Kultur Russlands vorbereitet. Ein wichtiger Bestandteil ist auch immer der russische Schulalltag gewesen. Über die Reise haben die Schüler einen Blog auf Russisch erstellt: 12abmatkaopas.blogspot.fi.

Am Montag früh um 6:10 Uhr starteten wir unsere Reise nach St. Petersburg mit dem Zug. Nach der 3,5 Stunden langen Fahrt kamen wir endlich in St. Petersburg an. Dort angekommen, haben wir unser Gepäck abgegeben und sind auf eine Tour durch die Stadt gegangen. Wir fuhren mit der Metro zum Newski-Prospekt, wo wir das Alexander-Newski-Kloster mit anliegendem Friedhof besichtigten. Am Friedhof angekommen, trugen uns Kai und Meryem einen vor der Reise angefertigten Vortrag zum Kloster vor. Nach der Besichtigung gingen wir in die Stadt, wo wir uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von außen angeschaut haben. Danach begaben wir uns auf den Weg Richtung Schule, wo unsere Austauschpartner auf uns warteten. Nach dem wir uns gegenseitig vorgestellt hatten, verabschiedeten wir uns voneinander und gingen zu unseren jeweiligen Gastfamilien nach Hause. 

Am Dienstag haben wir uns viele unterschiedliche Sehenswürdigkeiten angeschaut. Um 9 Uhr morgens trafen wir uns mit unseren Gastgebern in der Schule 111 von Sankt Petersburg. Zusammen mit den Gastgebern haben wir die Möglichkeit gehabt,  viele unterschiedliche Unterrichtsstunden an der Schule 111 zu besuchen. Dadurch wurde es uns ermöglicht, einen kleinen  Einblick in das russische Schulsystem zu werfen, welches sich von unserem Schulsystem sehr unterscheidet. Nach ein paar Unterrichtsstunden haben wir das Schulmuseum besucht. Dort gab es eine große Anzahl von Ausstellungen zum zweiten Weltkrieg. Schlieβlich war die Zeit für die Mittagspause gekommen. Während der Mittagspause haben wir Pute in der Mensa der Schule 111 gegessen. 

Nach der Mittagspause haben wir uns auf die Besichtigung der Stadt Sankt Petersburg vorbereitet. Mittels vieler unterschiedlicher Transportmittel sind wir endlich am Ziel angekommen. Im schönen Kamennoostrovsky-Prospekt befand sich das Hausmuseum des bekannten sowjetischen Politiker Sergei Kirov. Dort haben wir das Haus mit viel Sorgfalt betrachtet und haben sogar die Möglichkeit gehabt, eine Ausstellung zum Thema Kindererziehung während der Stalinzeit zu besuchen.  

Am Mittwoch, am vorletzten Tag unserer Reise, trafen wir uns früh vor der Metro. Wir fuhren zu einer der ältesten und schönsten Metrostationen St. Petersburgs, wo wir uns mit unserem Lehrer getroffen haben. Dort hielt Lauri seinen Vortrag über die Entwicklung des Metrosystems in St. Petersburg, den wir alle sehr interessant fanden. Danach fuhren wir ins Zentrum, von wo wir einen netten Spaziergang in Richtung Festungsinsel unternommen haben. Dort versuchten wir unser Glück, Münzen auf eine im Wasser liegende Hasenstatue zu werfen. 

Am Mittag aβen wir in der Schule und spazierten danach zum Piskarjowskoe-Gedenkfriedhof, welcher den Kriegsgefallenen und Zivilopfern des Zweiten Weltkrieges gewidmet wurde. Den Nachmittag verbrachten wir im Eremitage-Museum, was wir alle sehr schön und interessant gefunden haben. Die zwei Stunden, die wir dort verbracht haben, schienen uns zu kurz! Neben den schönen und prächtigen Räumen, sahen wir auch unterschiedliche Werke von Leonardo da Vinci und Rembrandt. Sofort nach der Eremitage gingen wir ins Theater, wo wir eine Vorstellung des modernen Balletts anschauten.

Am Donnerstag hatten wir Freizeit. Wir sind am Morgen in die Schule gegangen, um unser Gepäck abzuliefern und sind dann zusammen mit einigen der Gastgeberinnen in die Stadt gegangen. Dort waren wir auf dem Dach der St. Isaaks Kathedrale, um einen guten Blick über die ganze Stadt zu bekommen. Es war ziemlich windig und wir haben ein bisschen gefroren. Da eine der Gastgeberinnen eine Polaroid-Kamera hatte, haben wir zwei Gruppenfotos gemacht, eins für die Gastgeberinnen und das zweite Foto (das schlechter gelungene) für uns. Danach haben wir uns in einem Shopping-Center umgeschaut und in einem dort befindlichen Supermarkt diverse Mitbringsel, vor allem Süßigkeiten, gekauft. Danach haben wir - einige von uns sogar ziemlich viel - noch in einem richtigen Souvenirladen eingekauft. Als es Nachmittag wurde, mussten wir schon zum Bahnhof und uns von allen verabschieden.