Schulische Unterstützung



Pädagogische Unterstützung des Lernens

Wesentlich bei den pädagogischen Förderformen ist die dem Schüler oder der Schülerin angebotene allgemeine und intensivierte Förderung. Die wichtigsten Fördermaßnahmen sind Differenzierung des Unterrichts, individueller Stützunterricht, zeitweiser sonderpädagogischer Unterricht sowie der für den einzelnen Schüler bzw. die einzelne Schülerin zu erstellende eigene Lernplan, an dessen Erstellung sich neben dem Schüler bzw. der Schülerin die Sonderpädagogin, die Klassenleiterin bzw. der Klassenleiter und die Eltern beteiligen.

In der Schule gibt es eine finnische und eine deutsche Sonderpädagogin mit jeweils breitgefächertem Fachgebiet. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten mit den Sonderpädagoginnen entweder in der Klasse oder außerhalb der Klasse individuell oder in Kleingruppen. Stützunterricht erhalten Schülerinnen und Schüler, die aus verschiedenen Gründen Schwierigkeiten beim Lernen haben. Er wird von der Stützunterrichtskoordinatorin organisiert.

Die Förderung des Lernens und Schulbesuchs sowie die Tätigkeit der Schülerbetreuung in den Klassen 1 bis 9 ist im Allgemeinen Teil des Lehrplans für den grundlegenden Unterricht  und im Dokument Unterstützungsmöglichkeiten für Schüler/-innen an der DSH erläutert.

Grundschule Broschüre für Eltern

Sekundarstufe 1 Broschüre für Eltern

Elterninformation Spachunterstützung


Fachwerkstätte

In der Fachwerkstatt sollen alle zwei Wochen in einer Doppelstunde je nach individuellem Bedarf die Basiskompetenzen der deutschen Sprache aufgefrischt und vertieft werden. Auch in diesem Schuljahr 2019/20 haben wir die Fachwerkstatt für die Klassen 5 bis 9 geöffnet und auch Schülerinnen und Schüler der Oberstufe sind willkommen.

Sehr oft liegen die Gründe für Schwierigkeiten in verschiedenen Fächern darin, dass es sprachliche Probleme in der deutschen Sprache gibt. In dieser Fachwerkstatt wird vor allem Wortschatz erweitert und trainiert. Außerdem werden grundlegende Grammatikphänomene (z.B. Vergangenheitsformen der Verben) wiederholt und geübt und typische Fehlerschwerpunkte im Bereich Rechtschreibung und Grammatik bearbeitet. Dies erfolgt nach individuellem Bedarf in Absprache mit dem/der jeweiligen DeutschlehrerIn.

Das Angebot der Fachwerkstatt ist eine erste Unterstützungsmaßnahme, bevor Stützunterricht erteilt wird. Wer also nicht zuerst die Fachwerkstatt besucht hat, bekommt keinen Stützunterricht. Davon ausgenommen sind die SchülerInnen, für die FachlehrerInnen oder die Sonderpädagoginnen ausdrücklich Stützunterricht empfehlen. Die DeutschlehrerInnen entscheiden, welche SchülerInnen zur Fachwerkstatt kommen sollen, aber grundsätzlich ist sie offen für alle InteressentInnen aus den Klassen 5 bis 9. Auch SchülerInnen der Oberstufe sind willkommen, wenn sie bestimmte Fragen oder Probleme haben. Bei zu großem Andrang entscheiden die FachlehrerInnen, wer an der jeweiligen Fachwerkstatt teilnehmen darf. Die Teilnahme an der Fachwerkstatt ist in dem jeweiligen Zeitabschnitt verbindlich.

Die Zeitabschnitte für den Fachwerkstattunterricht sind jeweils etwa von Ferien zu Ferien.


Stützunterricht an der Deutschen Schule

Die Deutsche Schule organisiert für ihre Schülerinnen und Schüler bei Bedarf Stützunterricht, der meistens außerhalb der regulären Schulzeit stattfindet. Der Stützunterricht wird entweder von der eigenen Lehrperson des Schülers bzw. der Schülerin oder von einer von der Deutschen Schule organisierten Stützlehrkraft erteilt. Der Stützunterricht ist für die Schülerin oder den Schüler kostenlos. Der Stützunterricht ist nicht für das Erledigen von Hausaufgaben, zusätzliches Üben für eine Klausur oder für das Nacharbeiten des bereits behandelten Stoffs nach einer persönlichen Urlaubsreise vorgesehen. Die Fachlehrkraft schätzt den Bedarf an Stützunterricht zusammen mit dem Schüler bzw. der Schülerin und der Sonderpädagogin ein.

Stützunterricht kann zum Beispiel in folgenden Fällen erteilt werden:

  • fremdsprachige Schülerinnen und Schüler der Klassen 1-9, die innerhalb der vergangenen sechs Jahre nach Finnland gezogen sind,
  • Schülerinnen und Schüler der Klassen 1-9 mit Lernschwächen,
  • Schülerinnen und Schüler der Klassen 1-9, die aus einem anderen Grund vorübergehend Unterstützung in einem Fach benötigen, und die gefährdet sind, im Zeugnis eine schwache Note (5) zu bekommen.

Die Initiative zum Stützunterricht geht in erster Linie von dem Fachlehrer aus, kann aber auch von den Erziehungsberechtigten oder dem Schüler bzw. der Schülerin ausgehen. Über den Bedarf an Stützunterricht wird mit dem Formular informiert, und das ausgefüllte Stützunterrichtsformular der Klassenleiterin bzw. dem Klassenleiter (schriftlich oder elektronisch) weitergegeben.

Der Stützunterricht wird so schnell wie möglich organisiert. Der Stützunterricht wird nach Möglichkeit in Zusammenarbeit mit dem Schüler bzw. der Schülerin und deren Erziehungsberechtigten organisiert. Der Schüler bzw. die Schülerin ist verpflichtet, an dem für ihn/sie organisierten Stützunterricht teilzunehmen. Eine Stützunterrichtseinheit umfasst 45 Minuten. Ein Fehlen sollte – mit Ausnahme von Krankheitsfällen – mindestens einen Tag im Voraus direkt der Stützlehrkraft mitgeteilt werden. Alle Abwesenheiten müssen direkt der Stützlehrkraft angekündigt werden.